2. Landwirtschaft und Ernährung

Auch innerhalb der Landwirtschaft wächst die Nachfrage um das endliche Gut „Boden“. Außerlandwirtschaftliche Investor:innen nehmen über Share Deals besonders in Ostdeutschland Land ein, um ihr Kapital zu sichern und Flächensubventionen der EU zu kassieren. Dadurch steigen die Bodenpreise und Existenzgründer:innen finden kein Land für ihre Zukunft. Letztes Jahr scheiterte zum wiederholten Male der Versuch dieser Entwicklung durch ein Agrarstrukturgesetz in Sachsen-Anhalt Einhalt zu gebieten. Der Grund dafür liegt in den widersprüchlichen Vorstellungen über eine zukunftsfähige Agrarstruktur in Sachsen-Anhalt. Daraus ergeben sich unsere Fragen:

10.1 Wie soll die zukunftsfähige Agrarstruktur in Sachsen-Anhalt ihrer Meinung nach aussehen?

10.2 An einem Beispiel gefragt, finden Sie, dass ein bäuerlicher Betrieb mit 70 ha, 6 Arbeitskräften, Direktvermarktung und unterschiedlichen Produktions- und Verarbeitungswegen grundsätzlich stärker zu fördern sei als einen hochspezialisierter 2000 ha Betrieb mit 3 Mitarbeiter:innen?

10.1

Die Landwirtschaft als besonders systemrelevanter Grundversorger hat eine bedeutende Tradition in unserem Bundesland. Gemeinsam mit den Landwirtinnen und Landwirten wollen wir Antworten auf die großen ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen in den Dörfern geben.Deshalb werden wir die Verantwortung der landwirtschaftlichen Betriebe im ländlichen Raum, insbesondere als Nahrungs- und Futtermittelgarant für Mensch und Tier, für die Energiegewinnung aus landwirtschaftlichen Rohstoffen, den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und den Klimaschutz wirtschaftlich und gesellschaftlich stärken. Daher werden wir uns u.a. dafür einsetzen, dass wichtige Ziele wie der Erhalt einer stabilen Agrarstruktur, die wirtschaftliche Teilhabe und Einkommenssicherung landwirtschaftlicher Betriebe sowie die nachhaltige Sicherung unserer Ernährung mit gesunden Lebensmitteln nicht gefährdet werden. Wir unterstützen eine Landwirtschaft mit einem hohen Naturwert, positiven Umweltleistungen und einem starken regionalen Bezug. Für Flächen mit Bewirtschaftungsbeschränkungen muss ein angemessener und dauerhafter Ausgleich sichergestellt werden.

10.2

nein

Wir sprechen uns grundsätzlich für vielfältig aufgestellte, umweltfreundlich wirtschaftende, bäuerliche Betreibe aus . Und fordern Betriebe nach Ökosystem- und sozialen Leistungen zu honorieren und nicht Betriebe einseitig nur anhand der Fläche zu subventionieren.

10.1

Bei landwirtschaftlichem Grundbesitz setzen wir auf eine breite Eigentumsstreuung. Der Erwerb landwirtschaftlicher Flächen durch außerlandwirtschaftliche Investoren soll verhindert und die Konzentration von Eigentum und Besitz an Agrarland in Händen einzelner Großunternehmen begrenzt werden.

10.2

ja

10.1

Landwirtschaft braucht Boden und ein Gesicht vor Ort. Wir wollen den Ausverkauf des Bodens stoppen, marktbeherrschende Stellungen am Bodenmarkt und Nachteile für die Agrarstruktur abwenden. Investor:innen , die nicht im Bereich Landwirtschaft tätig sind, wollen wir deshalb Einhalt gebieten. Wir wollen in einem Agrarstrukturgesetz besser die Verkäufe von landwirtschaftlicher Fläche regeln. Dabei fokussieren wir im ersten Schritt auf eine Landesregelung zu den Verkäufen von Anteilen an Unternehmen, den sogenannten Share-Deals, die zur Zeit noch nicht rechtlich geregelt sind und deren Regulierung von allen gewollt ist. Dabei orientieren wir uns an dem Leitgedanken, dass der Boden in den Besitz derjenigen gehört, die an seinem Ort regional verankert sind und die einen persönlichen Bezug zu diesem Boden haben. Landeseigene landwirtschaftliche Nutzflächen sollen nicht veräußert, sondern vorrangig für Naturschutz, Weidewirtschaft, Tierausläufe, Ökolandbau und Junglandwirt:innen bereitgestellt werden.

10.2

ja

10.1

Der beste Garant für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Bewirtschaftung der Agrarflächen in Sachsen-Anhalt ist eine vielfältige Agrarstruktur mit einer breiten Eigentumsstreuung, vielfältigen Betriebsgrößen und regionaler Verankerung. Wir wollen die Stellung der Landwirt:innen in der Gesellschaft und die Wertschöpfungskette durch die Orientierung auf den Ausbau regionaler Kreisläufe für Verarbeitung und Vermarktung stärken.

Eine tiergerechte, flächenangepasste Nutztierhaltung ist wichtiger Teil der Landwirtschaft.
Wir wollen den Zugang zu Grund und Boden denen ermöglichen, die ihn auch bearbeiten, und wollen deshalb das landwirtschaftliche Vorkaufsrecht stärken und Bodenverkäufe zur Sicherung der Agrarstruktur im Land regeln.

10.2

ja

10.1

möglichst mit Landwirten die vor Ort leben und wirtschaften. Kleinteilige Flächen mit Rändern für Tiere. Weidetiere die ohne Angst vor Großpredatoren auf den ordentlich bewirtschafteten Flächen grasen und regionale Weidemilch geben und Mutterkuh gebunden Bullenaufzucht stattfindet.

10.2

ja

Die AfD antwortet mit Fokus auf die Weidetierhaltung und gibt wenig konkrete Hinweise auf ihr Leitbild für die Agrarstruktur.

10.1

Mit uns wird nicht spekuliert, wir werden anpacken.

10.2

nein

10.1

Wir wollen die vielfältige Agrarstruktur erhalten und alle Unternehmensstrukturen stehen gleichberechtigt nebeneinander. Unsere Vision ist, dass die heimische Landwirtschaft sowohl regional verwurzelt, als auch auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig ist und gesellschaftliche Ansprüche, tier- und um- weltgerecht zu wirtschaften, honoriert werden. Vorteile der Digitalisierung und moderner Zuchtmethoden werden selbstverständlich angewendet.

10.2

nein

Wir sehen weder in der Produktion mit Fokus auf den Weltmarkt noch in der Nutzung von gentechnischen Methoden in der Pflanzenzüchtung Wege zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft.

10.1

kleinbäuerliche Betriebe und kollektivierte Groß-Betriebe prägen die Struktur der Landwirtschaft. Die gesetzlichen Vorraussetzungen dafür müssen allerdings überwiegend auf Bundesebene geschaffen werden. Im Vorfeld Erarbeitung eines möglichst effektiven Agrarstrukturgesetzes auf Landesebene.

10.2

ja

Sehr kurz gehaltene Antwort. Insbesondere für die Gestaltung der Agrarstruktur haben die Länder mit Verantwortung.

10.1

Insbesondere kleine und mittlere Betriebe mit einem breiten Angebot und dem Ziel der regionalen Versorgung der Verbraucher müssen einen besonderen Stellenwert in einer zukunftsfähigen Agrarstruktur haben. Vermieden werden muss unter allen Umständen eine Bodenspekulation von Investor*innen und in diesem Zuge eine hochspezialisierte Agrargroßindustrie.

10.2

ja

10.1

Dazu zählt eine artgerechte Tierhaltung, der Schutz und Erhalt der Bodenfruchtbarkeit, die
Eindämmung von Pestiziden und die Förderung natürlicher Symbiosen und Kreisläufe.

10.2

ja

Kurz gehaltene Antworten zur Agrarstruktur, es wird eher auf die Landbewirtschaftungsformen/Anbausysteme eingegangen.

10.1

10.2

nein


11.1 Laut Studie des Thünen-Instituts ist das Land in Sachsen-Anhalt sehr ungleich verteilt. Durch Share Deals wird diese Problematik noch verstärkt. Sehen Sie das auch so?

11.2 Wenn ja, wie wollen Sie eine breitere Streuung des Besitzes und der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen in Sachsen-Anhalt gewährleisten und den Share Deals Einhalt gebieten?

11.1

ja

11.2

  • Drängen auf konsequente Einhaltung/Durchsetzung der bereits bestehenden Gesetze- Erarbeitung einer ggf. neuen agrarstrukturellen rechtlichen Regelung
  • Einsetzen auf Bundesebene für eine neue gesetzliche Regelung, welche diese Art von Share Deals unterbindet bzw. erschwert

Bereits bestehende Gesetze sind unzulänglich um eine weitere Konzentration des Eigentums an Land, den Ausverkauf an Nicht-Landwirt:innen sowie die rasant steigenden Preise für landwirtschaftliche Flächen zu stoppen. Landwirt:innen werden vom Bodenmarkt verdrängt. Es ist wissenschaftlich wie politisch bekannt, dass es hierfür konkrete Vorschläge: Share Deals müssen ab einem Erwerb von 50% der Unternehmensanteile besteuert und reguliert werden. Eine Orientierung des Verkehrswertes sollte am Ertragswert nicht am Vergleichswert geschehen. Verkäufe sollten bereits versagt werden, wenn der Kaufpreis 20% über dem Verkehrswert liegt. Wir fordern hierzu die Nennung konkreter Vorschläge. Die CDU bleibt hier sehr allgemein und unkonkret.

11.1

ja

11.2

In unserem Entwurf des Agrarstrukturgesetzes, der im November 2020 im Landtag war, haben wir eine Möglichkeit aufgezeigt, um Share-Deals zu brengzen. Diese halten wir nach wie vor für sinnvoll. Der Erwerb von Beteiligungen soll unserer Ansicht nach zustimmungspflichtig werden, wenn mit dem Erwerb ein bestimmender Einfluss auf das Unternehmen entsteht und das Unternehmen in Sachsen-Anhalt Eigentümer von mehr als 250 Hektar land- und forstwirtschaftlich genutzter Grundstücke ist.

11.1

ja

11.2

Dafür braucht es ein Agrarstrukturgesetz – siehe Antwort zu Frage 10.
Den eingebrachten Entwurf der letzten Legislaturperiode überarbeiten wir derzeit auch auf Grundlage der Stellungnahme der AbL. Ein besonderer Fokus müssen dabei Share-Deals sein.

11.1

ja

11.2

Für die Zukunft der Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt ist die Fortsetzung der Agrar-Leitbilddiskussion unter Beteiligung des Berufsstandes und der Zivilgesellschaft unerlässlich. Darauf aufbauend muss endlich ein Agrarstrukturgesetz erarbeitet bzw. beschlossen werden. Ziele eines solchen Gesetzes sind u.a. eine Boden- und Pachtpreisbremse und Regelung zur Transparenz im Verfahrensvollzug. Ein weiteres Ziel dieses Gesetzes ist es, den Erwerb durch lokale nicht-landwirtschaftlichen Investoren zu unterstützen, um alternative Bewirtschaftungsmodelle zu ermöglichen, wie z.B. eine langfristige Verpachtung an solidarische Landwirtschaften.

Eine bundeseinheitliche Regulierung von Anteilsverkäufen und bei der Besteuerung von Verkäufen landwirtschaftlicher Flächen ist unabdingbar. Bei der Verpachtung landeseigener Flächen sollen ortsansässige Betriebe vorrangig berücksichtigt sowie eine besonders umweltgerechte Bewirtschaftung angestrebt werden.

11.1

ja

11.2

Die AfD-Fraktion hat frühzeitig zwei Anträge mit konkreten Forderungen im Parlament ein-
gebracht, um diese Bodenspekulationen endgültig zu unterbinden. Ein Gesetzentwurf der
AfD lag zur Begutachtung vor.
1) Alternativantrag „Bodenspekulationen grundlegend und effektiv verhindern“ (Drs.
7/4030, 28.02.2019)
2) „Ausverkauf des Bodens beenden“ (Drs. 7/5224, 08.11.2019). Die Kenia-Kollektion hat
das Vorhaben kontinuierlich vertagt, verschoben und zum Schluss ad acta gelegt.

Die Antwort enthält wenig konkrete Lösungsvorschläge. Auch in den genannten Anträgen findet sich wenig konkretes.

11.1

ja

11.2

Die Äcker sollen nur noch durch die Besitzer bewirtschaftet werden, dann werden diese sehr schnell wieder in die Hände von kleinen Bauern kommen.

11.1

nein

11.2

Wir Freie Demokraten wollen eine vielfältige Eigentümerstruktur an landwirtschaftlichen Flächen im Land stärken. Boden ist ein begrenztes Gut und nicht vermehrbar. Weil der Boden das wichtigste Produktionsmittel der Landwirtschaft ist, darf man ihn nicht Spekulationsobjekt werden lassen. Wir plädieren dafür, Bodenverkauf an Nichtlandwirte (Investoren, Kirche, Staat, Umweltverbände) einzuschränken. Wettbewerb unter Landwirten ist aber zuzulassen. Für die Kaufchance dürfen weder Betriebsgröße noch Wirtschaftsform entscheidend sein. Bei Versagen eines Flächenkaufs nach Grundstücksverkehrsgesetz ist die Praxis der doppelten Erhebung der Grunderwerbssteuer abzuschaffen.

11.1

ja

11.2

Diese müssen auf Bundesebene verboten und im Sinne des Gemeinwohls rückgängig gemacht werden. Die Klimaliste strebt im Zusammenhang mit der Etablierung eines ökologisch und nachhaltigen Wirtschaftssystems die Einführung einer Obergrenze für Besitz durch eine Definition des Eigenbedarfs von Gütern und Fläche an. Dies auch in Zusammenhang mit der Verpflichtung nachhaltig und verantwortungsvoll zu wirtschaften. Festschreibung einer Zweckbindung der Nutzung landwirtschaftlicher Flächen: Besitz verpflichtet zur nachhaltigen Bewirtschaftung (falls im Bestand nicht möglich, unbedingt bei Verkäufen). Kollektivierung des über die Obergrenze hinausgehenden Besitzes mit der Möglichkeit diesen dann gemeinwohlorientiert wirtschaftenden Betrieben zur Verfügung zu stellen.

11.1

11.2

Zum einen darf es zu keinen steuerlichen Vergünstigungen durch ShareDeals mehr kommen, hier ist eine Änderung der Gesetzgebung hinsichtlich der Grunderwerbsbesteuerung zwingend erforderlich – wenn es um den Erwerb von nicht selbst bestellter Ackerfläche geht.

11.1

ja

11.2

Wir setzen uns für die Förderung lokaler Gemeinschaften und Ausbau regional
angepasster, agrarökologischer Forschung ein! Dadurch ergibt sich eine andere Besitz-
und Bewirtschaftungsstruktur.

11.1

ja

11.2

Keine konkreten Lösungsvorschläge.


12.1 Landvergabe geschieht oft mit Vorabsprache und ist für Quereinsteiger:innen nahezu unmöglich. Ein unglückliches Beispiel spielen hierbei auch die Vergabeprozesse der BVVG. Sehen Sie hier Handlungsbedarf?

12.2 Wenn ja, wie wollen Sie die Besitzverhältnisse, Landübergaben und damit auch Verkäufe der BVVG Flächen in Sachsen-Anhalt transparenter werden lassen?

12.1

nein

Die BVVG verkauft öffentliche Flächen zu Höchstpreisen was den rasanten Anstieg der Bodenpreise befeuert. Die Bekanntgabe eines Flächenverkaufs ist nur bei regelmäßigem Check der BVVG Seite mitzubekommen. Hier könnte es wesentlich transparentere Verfahren (RSS-Feed) geben. Die verdeckten Gebote und dass immer nur ein gebot abgegeben werden kann führen ebenfalls zu überteuerten Verkaufspreisen. In den beschränkten Ausschreibungen, bei denen Flächen nur an u.a. Junglandwirt:innen oder Biobetriebe vergeben wird, muss mindestens der Durchschnittspreis der Verkaufspreise der freien Vergabe bezahlt werden – und das ist immer der Höchstpreis.

12.1

ja

12.2

Die BVVG ist nach den „Privatisierungsgrundsätzen 2010“ gehalten, u. a. Junglandwirte bei Ausschreibungen von Flächen, ähnlich wie Ökobetriebe und besonders arbeitsintensive Unternehmen, besonders zu berücksichtigen. Dies erfolgt auch in den zugesagten Umfängen über gesonderte Ausschreibungen. Die BVVG verfügt in Sachsen-Anhalt noch über schätzungsweise 25.000 ha. Diese Flächen sind in der Regel Streubesitz, jedenfalls sind größeren Flächenkonzentrationen, mit denen die BVVG Betriebsgründungen ermöglichen könnte, faktisch nicht mehr vorhanden. Aus unserer Sicht erschiene es zielführender, die Inhaber auslaufender Unternehmen zu motivieren, ihre Betriebe an Junglandwirte zu übertragen, statt sie dem in der Regel größten Nachbarn anzudienen. Das Problem ist, dass der aufgebende Betriebsinhaber vom „großen Nachbarn“ regelmäßig ein attraktiveres Angebot erhält als von einem Junglandwirt möglich. Hier müsste fördernd eingegriffen werden.

Die BVVG verkauft öffentliche Flächen zu Höchstpreisen was den rasanten Anstieg der Bodenpreise befeuert. Die Bekanntgabe eines Flächenverkaufs ist nur bei regelmäßigem Check der BVVG Seite mitzubekommen. Hier könnte es wesentlich transparentere Verfahren (RSS-Feed) geben. Die verdeckten Gebote und dass immer nur ein gebot abgegeben werden kann führen ebenfalls zu überteuerten Verkaufspreisen. In den beschränkten Ausschreibungen, bei denen Flächen nur an u.a. Junglandwirt:innen oder Biobetriebe vergeben wird, muss mindestens der Durchschnittspreis der Verkaufspreise der freien Vergabe bezahlt werden – und das ist immer der Höchstpreis. Für Gemüsebaubetriebe sind auch kleinere Flächen durchaus interessant zur Betriebsgründung. Die Privatisierungsgrundsätze von 2010 sind unzureichend um bezahlbare Preise für Junglandwirt:innen sicherzustellen.

12.1

ja

12.2

Wir fordern den Bund auf, den Verkauf von Flächen der BVVG zu stoppen und diese Flächen den Ländern zu übertragen. Wir wollen diese Flächen den vorrangig für die Agrarstrukturentwicklung, Naturschutz, Hochwasserschutz, Weidewirtschaft, Tierausläufe, Ökolandbau und Junglandwirt*innen bereitstellen.

Es fehlen Ausführungen zur Transparenz.

12.1

ja

12.2

Boden gehört zu den Naturressourcen, deshalb muss mit dem Boden besonders verantwortungsvoll umgegangen werden. Der Gesetzgeber muss eine breite Streuung des Bodeneigentums und die gesellschaftliche Teilhabe ebenso sichern, wie die Bodenqualität. Die bundeseigene Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG) ist aber Teil des Problems, denn hierüber veräußert der Bund selbst Flächen zu Höchstgeboten, statt sie in öffentlichem Eigentum zu halten und langfristig an ortsansässige, nachhaltig wirtschaftende Agrarbetriebe zu fairen Preisen zu verpachten. In Ostdeutschland sind regional 50 Prozent der Flächen bereits in nicht-landwirtschaftlichem Besitz, auch weil die Bodenpreise längst nicht mehr mit landwirtschaftlicher Arbeit zu finanzieren sind. Der Kampf gegen die Bodenspekulation ist nur mit Transparenz und eine klaren Gemeinwohlorientierung zu gewinnen.

Es fehlen Ausführungen zur Transparenz.

12.1

ja

12.2

Die AfD hat zur Vergabepraxis der BVVG an einem konkreten Beispiel kurz nachgefragt (Drs.
7/6889, 18.11.2020). Die Antwort ist einfach: „Konkrete Auskünfte kann die Landesregie-
rung zu dieser Frage nicht erteilen. Die Zuständigkeit liegt hier bei der BVVG.“ Das Agieren
der Landesregierung ist nicht „unglücklich“ sondern hilflos, uninspiriert und ohne Ehrgeiz.
Das Land Sachsen-Anhalt muss hier eine klare energische Position beziehen und die Initia-
tive des Handelns und der Kontrolle über die Landverkäufe wiedererlangen.

Unkonkrete Antwort.

12.1

nein

12.1

12.2

Keine Antwort.

12.1

ja

12.2

Einführung klarer Verfahrensbedingungen, Offenlegung aller Verfahren und treuhänderische Begleitung durch eine neutrale Expertengruppe die selbstverständlich nicht mit Vertretern aus Industrie und Finanzwirtschaft besetzt sein darf.

Wir befürworten die Aussage, allerdings fehlen konkrete Äußerungen zur aktuellen BVVG Vergabe und wie diese transparenter werden kann.

12.1

ja

12.2

Hier muss eine Offenlegung erfolgen über eine frei einsehbare Schnittstelle, verbunden mit einem fairen und gleichberechtigtem Vergabeprozess, bei dem auch die Art der zukünftigen Bewirtschaftung in die Entscheidung mit einfließt und entsprechend nachhaltige Projekte bevorzugt behandelt werden.

12.1

ja

12.2

keine Angaben (ZITAT)

Keine konkreten Lösungsvorschläge.

12.1

12.2

Dazu ist eine Expertenkommission unter Beteiligung des Bauernverbandes und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft einzurichten. TIERSCHUTZ hier! steht für die Förderung einer sozialen, umweltverträglichen, bäuerlichen Landwirtschaft unter Beachtung und Würdigung des Tierschutzes als Staatsziel. In der Vergangenheit haben Bauern gegen die Landvergabe der Kirche protestiert.

Keine konkreten Lösungsvorschläge.


Nur 6 % der landwirtschaftlichen Betriebsinhaber:innen sind in Europa unter 35 Jahre alt. Sachsen-Anhalt hat als einziges Bundesland ein Junglandwirte-Programm, wodurch einzelne Betriebe in den letzten Jahren Unterstützung fanden.Um aber den Einstieg in die Landwirtschaft zu erleichtern, müssen viele strukturelle Grundlagen (Preisbildung, Zugang zu Land, Ausbildungsmöglichkeiten, Verarbeitungsketten…) angegangen werden. Die meisten Probleme lassen sich nicht isoliert beheben und die Gesellschaft muss stärker mitgenommen werden, um klarer Entscheiden zu können, welche Produktionsweisen sie unterstützen möchte. Direktvermarktung, regionale Wertschöpfungsketten und damit dezentrale Strukturen schaffen einen klareren Bezug zur Lebensmittelproduktion und müssen unserer Meinung nach Unterstützung finden.

13.1 Sehen Sie die Überalterung und Fragen bzgl. der Hofnachfolge als Problem an?

13.2 Wenn ja, wie wollen Sie Junglandwirt:innen in ihrer Existenzgründung unterstützen?

13.3 Sollte Ihrer Meinung nach das Junglandwirte-Existenzprogramm Sachsen-Anhalt angesichts der hohen Nachfrage weiter ausgebaut werden?

13.1

ja

13.2

Wir werden Junglandwirten verbesserte Startchancen eröffnen und die Stellung der jungen Generation durch die Einführung der Höfeordnung das land- und forstwirtschaftliche Erbrecht stärken. Das bestehende Agrarinvestitionsförderungsprogramm und die „Existenzgründungsbeihilfe Junglandwirte“ werden wir weiterführen und für Junglandwirte, die Gesellschafter in juristischen Personen oder Mitglieder in Agrargenossenschaften sind, öffnen. Zudem gilt es, die Rahmenbedingungen für Junglandwirte, Betriebsnachfolger und Einsteiger in juristische Personen durch weitergehende Bürgschaftsprogramme zu stärken und bereits in der Ausbildung auf enge Kooperationen zwischen Hochschule/Universität und Landwirtschaftsbetrieben zu achten.

13.3

ja

Wir befürworten prinzipiell die Aussage der CDU. Es wird allerdings nicht auf den dringenden Ausbau der Beratung, wie bspw. Mentoringprogramme eingegangen.

13.1

ja

13.2

Das bisherige Junglandwirt:innenprogramm gilt es zu evaluieren und anzupassen. Ein Bereich der in jedem Fall angepasst werden muss, betrifft die Beratungsangebote. Diese müssen intensiviert werden. Auch zukünftig wird uns im Bereich Landwirtschaft der Generationenwechsel und damit das Thema Unternehmensnachfolge beschäftigen, daher ist ein Junglandwirt:innenprogramm der richtige Weg.

13.3

ja

Wir befürworten prinzipiell die Aussage der SPD. Es wird allerdings nicht auf die Ausweitung der Förderung an Quereinsteiger*innen und Nebenerwerbslandwirt:innen eingegangen. Es fehlen Aussagen zur finanziellen Unterstützung von Junglandwirt:innen. Im Schnitt wird für die Errichtung eines Arbeitsplatzes in der Landwirtschaft 500.000€ benötigt.

13.1

ja

13.2

Wir wollen unsere bundesweite Vorreiterrolle beibehalten und das Junglandwirt*innenprogramm zur Existenzgründung weiterführen. Wir wollen die Förderung auf Quereinsteiger*innen und Nebenerwerbslandwirt*innen erweitern.

13.3

ja

Wir befürworten prinzipiell die Aussage der GRÜNEN. Es wird allerdings nicht auf den dringenden Ausbau der Beratung, wie bspw. Mentoringprogramme eingegangen.

13.1

ja

13.2

Das Junglandwirte-Programm in unserem Land ist auch für andere Bundesländer nachahmenswert.

Um es den Junglandwirt:innen einfacher zu machen, sollte eine „Willkommenskultur in der Verwaltung“ entstehen. Darunter verstehen wir, dass z. B. Bürgermeister:innen nach leerstehenden Hofstellen mit Land in ihren Gemeinden recherchieren und gezielt veröffentlichen, um Existenzgründer:innen in der Landwirtschaft anzuziehen. Gleichzeitig sollte spekulativer Leerstand in den Gemeinden durch baugesetzliche Auflagen soweit wie möglich vermieden werden, um den Verfall der Gebäude aufzuhalten und deren landwirtschaftliche Nutzung anzustreben. Aber auch die soziale Infrastruktur muss überzeugen. Dazu gehörten auch wohnortnahe Betreuungs- und Bildungsangebote, Mobilität, Gesundheitsversorgung und eine Versorgung mit kulturellen Einrichtungen.

13.3

ja

Wir befürworten prinzipiell die Aussage der LINKEN. Es wird allerdings nicht auf den dringenden Ausbau der Beratung, wie bspw. Mentoringprogramme eingegangen. Es fehlen Aussagen zur finanziellen Unterstützung von Junglandwirt:innen. Im Schnitt wird für die Errichtung eines Arbeitsplatzes in der Landwirtschaft 500.000€ benötigt.

13.1

ja

13.2

Die demografische Entwicklung in Sachsen-Anhalt wird sich auch zukünftig nicht verbessern. Verändert werden muss generell die Einstellung zur praktischen Berufsarbeit. Arbeitszeiten, -spitzen, körperliche Belastungen, Umwelteinwirkungen (Gerüche, Lärm, Staub) und ein medial konstruiertes Negativimage zur Landwirtschaft „verleiden“ jungen Leuten diesen Beruf, auch im Hinblick auf die fehlenden Strukturen und Angebote im ländlichen Raum.

Es sind jahrzehntelange flächendeckende Fehlentwicklungen zu korrigieren.

13.3

ja

Um Junglandwirt:innen in der Existenzgründung zu unterstützen braucht es mehr als eine Imagekampagne für den Beruf Landwirt:in.

13.1

ja

13.2

13.3

nein

Keine konkreten Lösungsvorschläge. Die Partei möchte sich nicht für den Ausbau des Junglandwirte-Existenzprogramms einsetzen.

13.1

13.2

Wir werden die Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten in den sogenannten „Grünen Berufen unterstützen, indem der Weg in die Selbständigkeit adäquaten begleitet wird. Ein dualer Studiengang „Landwirtschaft in Kooperation der Hochschule Anhalt Bernburg und der Martin- Luther-Universität Halle sowie durch zusammen mit den landwirtschaftlichen Betrieben. Dazu müssen auch Ausbildungsplätze erhalten und geschaffen werden. Die ausbildenden Betriebe sind finanziell oder bei ausbildungsfördernden Investitionen zu unterstützen.

13.3

Keine Stellungnahme zum Ausbau des Junglandwirte-Existenzprogramms und keine Aussage zur Problematisierung der Überalterung/fehlenden Hofnachfolge. Ein dualer Studiengang ist unzureichend um Junglandwirt:innen in den Problemen der Hofübergabe zu unterstützen.

13.1

ja

13.2

Allgemeine Förderung von JunglandwirtInnen, Förderung innovativer, ökologisch und sozial nachhaltiger Verfahren und Techniken

13.3

ja

Die Lösungsvorschläge könnten konkreter sein.

13.1

ja

13.2

Nicht nur Junglandwirt*innen, sondern auch initiativen zu kommunalen Bewirtschaftung von Flächen über Bürgerinitiativen/-kooperativen müssen verstärkt unterstützt werden. Hier würde sich ein Patenschaftsprogramm anbieten, das die Gründung des Betriebs/Kooperative von der Interessensbekundung bis hin zu Eigenständigkeit begleitet. Diese Patenschaft muss für beide Seiten gefördert werden.

13.3

ja

Wir befürworten prinzipiell die Aussagen der ÖDP. Es fehlen Aussagen zur finanziellen Unterstützung von Junglandwirt:innen. Im Schnitt wird für die Errichtung eines Arbeitsplatzes in der Landwirtschaft 500.000€ benötigt.

13.1

ja

13.2

  • Ansprechpartner:innen und Beratung vor Ort mit kurzen Wegen zu Politik, sodass ein
    schneller und effizienter Kommunikationsaustausch stattfindet.
  • Breite öffentliche Informationskampagne über Ansprechpartner und Beratung

13.3

ja

Wir befürworten prinzipiell die Aussage der PIRATEN. Es fehlen Aussagen zur finanziellen Unterstützung von Junglandwirt:inenn. Im Schnitt wird für die Errichtung eines Arbeitsplatzes in der Landwirtschaft 500.000€ benötigt.

13.1

ja

13.2

Erfahrungen bislang haben gezeigt, dass Junglandwirte sehr viel Wert auf die Belange von Umwelt, Natur und Gesellschaft legen. Hier gilt es u.a. bei der „Existenzgründungsbeihilfe Junglandwirte“ künftig anzusetzen.

13.3

ja

Die Lösungsvorschläge könnten konkreter sein.


14.1 Die landwirtschaftliche Ausbildung muss den Fokus der Inhalte auf nachhaltige Bewirtschaftungsweisen richten. Würden Sie diese Aussage so bestätigen?

14.2 Wie können ökologische Zusammenhänge und Methoden in die Lehrpläne von allen Auszubildenden im landwirtschaftlichen Bereich stärker integriert werden?

14.1

ja

14.2

Wir werden die Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten in den sogenannten „Grünen Berufen“ unterstützen, indem der Weg in die Selbstständigkeit adäquat begleitet wird. Ein dualer Studiengang „Landwirtschaft“ in Kooperation mit der Hochschule Anhalt Bernburg und der Martin-Luther-Universität Halle sowie durch Kooperationen mit Landwirtschaftsbetrieben ermöglicht den Aufbau von Wertschöpfungsketten und eröffnet Zukunftsperspektiven sowie Forschungsmöglichkeiten für Studierende, junge Absolventen, Fachagrarwirte und Meister.

Wir befürworten die Einführung eines dualen Studiengang. Daneben fehlen uns Ausführungen zur grundlegenden Ökologisierung der Ausbildung.

14.1

ja

14.2

Wir befürworten eine Überarbeitung der Ausbildungspläne und eine entsprechende Weiterbildung.

Wenig konkrete Aussage.

14.1

ja

14.2

Wir wollen die eingerichtete Ökofachschule beibehalten und bewerben. Dies entbindet uns nicht von der Aufgabe, die bisherigen Lehrpläne der (konventionellen) Fachausbildung zu modernisieren. Dies bedeutet mehr Fokus auf ökologische Methoden und Ansätze wie in der Antwort auf Frage 1.

14.1

ja

14.2

Sachsen-Anhalt ist mit einer vielfältigen Forschungslandschaft im Agrarwesen gut aufgestellt. In den wissenschaftlichen Instituten wurden und werden bereits zahlreiche Projekte zur zu ökologischen Methoden und auch zur Klimaanpassung durchgeführt. Besonderen zusätzlichen Bedarf sehen wir im Transfer der wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis. Eine Überprüfung und Aktualisierung der Lehrinhalte auch im Hinblick auf ökologische Methoden und Zusammenhänge sowie Klimaanpassung erachten wir als notwendig.

Wenig konkrete Aussage.

14.1

nein

14.2

Die landwirtschaftliche Produktion – entsprechend der GfP, der Verantwortung zur Ernährung der Bevölkerung und nachfolgender Generationen – basiert seit der Etablierung von Ackerbau und Viehzucht auf der Erkenntnis der Nachhaltigkeit. Die agrarwissenschaftliche und -wirtschaftliche Ausbildung wurde seit 1990 von der vorhandenen Vielfalt an Standorten und Angeboten akribisch auf Relikte reduziert. Funktionsstellen werden nicht von Anhaltern mit landesspezifischen Kenntnissen und Erfahrungen besetzt. Es wird keine „Liebe“ zum Land und seinen Ressourcen vermittelt, das eigene Fortkommen steht im Mittelpunkt.

Landwirtschaftliche Produktion basiert bisher nicht auf Erkenntnissen der Nachhaltigkeit. Landwirtschaft ist maßgeblicher Treiber des Klimawandel, Biodiversitätsverlust, der Ausbeutung natürlicher Ressourcen, der Wasserverschmutzung, Erosion und Bodendegradation. Es braucht dringend eine Ökologisierung der Ausbildung.

14.1

ja

14.2

Selbstverständlich, wenn sie den Werten der PARTEI entsprechen..

Keine konkrete Aussage

14.1

14.2

Keine Antwort.

14.1

ja

14.2

Überarbeitung und Anpassung der Lehrpläne und der Lehrenden. Umweltschädliche Inhalte dürfen nicht mehr vermittelt werden, im Gegenteil müssen die ökologischen und sozialen Folgen und die Folgekosten benannt werden und die Verantwortung der Landwirte herausgestellt werden. Somit nur noch Vermittlung zukunftsfähiger, ökologisch und sozial nachhaltiger Inhalte.

Wenig konkrete Aussage.

14.1

ja

14.2

Die Zusammenhänge von nachhaltiger Bewirtschaftung z.B. über Humusaufbau und der Gesundheit der Böden (Kleinstlebewesen, Ökosystem Boden) muss sehr viel stärker in den Fokus gebracht werden. Auch praktisch müssen Auszubildende in direkten Kontakt mit alternativen Anbauformen, wie der Permakultur, kommen und diese als echte Alternative zur konventionellen Landwirtschaft erfahren. Hierzu ist aber auch der Ausbau entsprechender Forschungsinstitute und entsprechend großzügigen Versuchsflächen notwendig.

14.1

ja

14.2

Seminararbeiten, Diskussionen und Projekte mit Schwerpunkt der Bewertung von
Methoden aus ökologischer Sicht. Der Fokus liegt mit auf der Förderung des Erarbeiten
von Lösungen und der Entwicklung von kreativen Ideen.

14.1

ja

14.2

Keine konkreten Lösungsvorschläge.


15.1 Werden Sie sich dafür einsetzen, dass die Beschaffung von Lebensmitteln in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung an Kriterien außer dem Preis geknüpft werden (z.B. regional, ökologisch, weniger Fleisch)?

15.2 Wie kann man Ihrer Meinung nach die Gesellschaft sensibilisieren, um Zusammenhänge zwischen Preisbildung und nachhaltiger Lebensmittelproduktion verständlich zu machen?

15.1

ja

15.2

Die sich aus den veränderten Ernährungsgewohnheiten ergebenen Chancen, werden wir positiv für die Weiterentwicklung unserer starken Marken und der Vielfältigkeit des Produktportfolios Sachsen-Anhalts nutzen und stetig ausbauen. Im Sinne des Agrarmarketings wollen wir die Präsentationsmöglichkeiten auf Veranstaltungen wie der Internationalen Grünen Woche, der Landesgartenschau, dem Erntedankfest etc. mit Hilfe der Agrarmarketinggesellschaft als starken Partner ausbauen und fördern. Ebenso empfiehlt es sich mittels Märkten bzw. Präsentationsflächen im Lebensmitteleinzelhandel aber auch in Schulen, Kitas und Kantinen auf die regionalen, qualitativ hochwertigen und saisonalen Köstlichkeiten der Region aufmerksam zu machen.

Wie befürworten prinzipiell die Ausführungen, allerdings fehlen konkrete Vorschläge um die Zusammenhänge zwischen Preisbildung und nachhaltiger Lebensmittelproduktion (bspw. Externalisierung von Kosten) verständlich zu machen. Bei dieser Frage haben wir insbesondere vielfältige Antworten, die mehrere Lösungsvorschläge nennen besser bewertet.

15.1

ja

15.2

Die verschiedenen Initiativen zur Herkunftskennzeichnung müssen mit Aufklärung der Verbraucher*innen einhergehen, um Akzeptanz für einen gemäßigten Preisanstieg zu erreichen. Den Kund*innen mag es gut erscheinen, wenn Lebensmittel billig sind, einen ethischen Anspruch erfüllt es jedoch nicht.Billige Lebensmittel bedeuten, dass externe Kosten zum Erhalt von Artenvielfalt, reiner Luft und reinem Trinkwasser über andere Quellen finanziert werden müssen.

Wie befürworten prinzipiell die Ausführungen, allerdings fehlen konkrete Vorschläge zur Ernährungsbildung bspw. an Schulen. Bei dieser Frage haben wir insbesondere vielfältige Antworten, die mehrere Lösungsvorschläge nennen besser bewertet.

15.1

ja

15.2

Die Menschen brauchen wieder einen direkteren Bezug zur Landwirtschaft. Deswegen unterstützen wir Direktvermarktung, Regionalität und auch Initiativen der Solidarischen Landwirtschaft.

Außerdem müssen wir es schaffen, dass die in Umfragen angegebene Bereitschaft auch tatsächlich zu anderen Kaufentscheidungen führt. Dafür ist eine einfachere und transparente Kennzeichnung von Lebensmittel zum Produktionsverfahren von zentraler Bedeutung. Es ist gut, dass der Handel sich nun aufmacht und in seiner Werbung, andere Qualitätskriterien als den Preis in den Vordergrund rücken will.

Wie befürworten prinzipiell die Ausführungen, allerdings fehlen konkrete Vorschläge um die Zusammenhänge zwischen Preisbildung und nachhaltiger Lebensmittelproduktion (bspw. Externalisierung von Kosten) verständlich zu machen. Ebenso bleibt es hinsichtlich der Ernährungsbildung an Schulen unkonkret. Bei dieser Frage haben wir insbesondere vielfältige Antworten, die mehrere Lösungsvorschläge nennen besser bewertet.

15.1

ja

15.2

Wenn man bei den Kleinsten in einer Gesellschaft, also den Kindern, anfängt, erreicht man viel. Kinder nehmen Dinge anders wahr und tragen ihre Sicht in die Familien. Sie sind Multiplikatoren und können überzeugender wirken, als manche Broschüre.

Leider ist immer weniger bekannt, wie Lebensmittel produziert werden, welche Arbeit tatsächlich dahinter steckt. Dafür ist von den Landwirt:innen mehr Öffentlichkeitsarbeit gefordert, wie z. B. durch Tage der offenen Türen und Höfe. Gut wäre, wenn Info-Mobile der AMG (Agrarmarketinggesellschaft) mit anschaulicher Darstellung auf Wochenmärkten oder auch an Supermärkten stehen. Ein digitales Angebot als Ergänzung wäre sicher sinnvoll. Möglicherweise kann man auch virtuelle Markttage abhalten und diesem Rahmen Betriebe vorstellen.

15.1

ja

15.2

Diese Sensibilisierung beginnt bereits im Vorschulalter, setzt sich in der Schule fort und die beste „Prägung“ stellt die reale praktische. Drucksache 7/5697 (18.02.2020) vermittelt einen Eindruck zur Problematik. Wenn in Lehrplänen und Konzeptionen mediale Begrifflichkeiten verwendet werden, die wissenschaftlich weder angewandt werden noch definiert sind und in den gesetzlichen Grundlagen nicht aufgeführt werden, dann können der Kenntnisstand der Gesellschaft und das daraus resultierende Verbraucherverhalten keine Antwort im Sinne der Frage erbringen.

Es bleibt unklar, was gemeint ist. Neben Schule werden keine weiteren Maßnahmen, bspw. Externalisierung der Kosten vermittel durch wahre Preise, genannt.

15.1

nein

15.2

Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen.

15.1

nein

15.2

Das kann man durch eine professionelle Aufklärungskampagne inkl. Transparenzangeboten durch landwirtschaftliche Betriebe noch besser fördern. In den Schulunterricht kann ein entsprechendes Fach in höheren Klassenstufen angeboten werden, in das auch praktische Lehreinheiten aufgenommen werden.

Die FDP setzt sich nicht für eine Qualifizierung hinsichtlich nachhaltiger Kriterien in der Gemeinschaftsverpflegung ein.

15.1

ja

15.2

Vermittung relevanter Inhalte über regionale öko-Versorgung und öko-Wertschöpfungsketten bereits im Kindergarten und der Grundschule. Regelmäßige Teilnahme von SchülerInnen an Bildungs- und Mitmachangeboten zu ökologischer Landwirtschaft und Ernährung. Flächendeckende Versorgung mit vegetarischen und veganen öko-Lebensmitteln in der Gemeinschaftsversorgung. Teilnahme an Kursen zur Zubereitung von Lebensmitteln.Angabe der wahren Preise der Lebensmittel in Supermärkten Angebote zur Erwachsenen-Bildung zur Vermittlung entsprechender Inhalte durch die Krankenkasse, verpflichtende Teilnahme ernährungsbedingt erkrankter Menschen.

15.1

ja

15.2

Zum einen muss dies bereits in der Schule beginnen. Hier müssen die Themen Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltbewusstsein, Artenschutz und Gemeinwohlökonomie in die Lehrpläne aufgenommen werden bzw. intensiviert werden.Zum anderen müssen Folgeschäden durch konventionell erzeugte Lebensmittel in die Produktpreise einfließen.

15.1

ja

15.2

Durch eine transparente und übersichtliche Darstellung der Produktion der
Lebensmittelwaren, die Einführung von Label und Klassifizierungen der Waren beim
Einkauf. Die Label müssen die wichtigen Faktoren der nachhaltige Lebensmittelproduktion
berücksichtigen und sinnvoll bewerten. Verwendung der Distributed Ledger Technologie.

Wie befürworten prinzipiell die Ausführungen, allerdings fehlen konkrete Vorschläge um die Zusammenhänge zwischen Preisbildung und nachhaltiger Lebensmittelproduktion (bspw. Externalisierung von Kosten) verständlich zu machen. Ebenso beliebt es hinsichtlich der Ernährungsbildung an Schulen unkonkret. Bei dieser Frage haben wir insbesondere vielfältige Antworten, die mehrere Lösungsvorschläge nennen besser bewertet.

15.1

ja

15.2

Keine konkreten Lösungsvorschläge.


16.1 In anderen Bundesländern gibt es bereits Erfahrungen mit Modellregionen, in denen Veredlungsketten und Direktvermarktung unterstützt werden. Können Sie sich ein ähnliches Modell auch für Sachsen-Anhalt vorstellen?

16.2 Welche Maßnahmen werden Sie zukünftig umsetzen, um regionale Wertschöpfungsketten und Direktvermarkter:innen zu unterstützen?

16.1

ja

16.2

CDU und JU erarbeiten derzeit bereits ein Projekt, in welchem wir eine Kooperation von Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, AMG und Lebensmitteleinzelhandel anstreben. Zunächst werden wir eine Förderkulisse für Sonderkulturen und arbeitsintensive Kulturen erarbeiten und damit die Landwirte und Gärtner dabei unterstützen, die Wertschöpfung der Fläche zu erhöhen und entsprechende Forschungsansätze voranzutreiben. Auch gilt es, mittels Bürokratieabbaus die Abwanderung von Produzenten zu verhindern.

Vielfältige und konkrete Vorschläge werden genannt.

16.1

ja

16.2

Wir wollen eine bessere Vernetzung von Land- und Ernährungswirtschaft. Außerdem eine intensivere Regional- und Direktvermarktung. Dies kann beispielsweise durch Lokalmärkte geschehen oder durch Gemeinschaftsläden. Grundlage für den Aufbau solcher Strukturen ist eine solide Finanzierung der Agrarmarketinggesellschaft.

Die Antwort enthält wenig konkreten Lösungsvorschläge.

16.1

ja

16.2

Wir wollen mehr regionale Produkte im Lebensmitteleinzelhandel oder in Dorfgemeinschaftsläden. Dafür hat das grün geführte Ministerium in der letzten Legislaturperiode bereits den BIO-Edeka-Regional-Preis, den Kulinarischen Stern sowie einen Direktvermarkterstand auf der Grünen Woche, sowie das Online-Angebot www.marktplatz-sachsen-anhalt.com initiiert. Diese Maßnahmen wollen wir fortführen und ausbauen.

Wir befürworten prinzipiell die Ausführungen. Ein großes Problem für die Stärkung der Direktvermarktung und regionaler Wertschöpfungsketten sind fehlende regionale Verarbeitungsstrukturen. Hierauf wird nicht eingegangen

16.1

ja

16.2

Landwirtschaft und ländliche Räume gehören zusammen. Regionale Erzeugung und Vermarktung schafft regionale Wertschöpfung und sichert damit Arbeit und Einkommen. Agrarbetriebe brauchen zudem kostendeckende Erzeugerpreise. Eine Direktvermarktung vom Hof schafft Vertrauen zu den Verbraucher:innen, die sich so ein genaues Bild machen können, wo und von wem ihre Lebensmittel produziert werden. Auch über alternative Transportmodelle, also Personen und Güter gemeinsam, kann nachgedacht werden. Die bereits bestehenden Interessenvereinigungen der Direktvermarkter können sich in starken Netzwerken durch Wissenstransfer und beim Aufbau von Transport- und Vermarktungswegen gegenseitig unterstützen.

Die Antwort enthält wenig konkreten Lösungsvorschläge.

16.1

ja

16.2

Hierzu stellte die AfD-Fraktion den Antrag „Direktvermarktung stärken – Politik muss Vorbild sein! „(Drs. 7/2981, 07.06.2018). Der Antrag wurde abgelehnt. Wenn die Koalitionspolitik nicht Willens ist, einfache Verhaltensmuster vorzuleben, sind der Gestaltungsmöglichkeit der Opposition Grenzen gesetzt. Hier ist auch eine grundsätzliche Unterstützung der fragenden Einrichtungen erforderlich.

Die Antwort enthält wenig konkrete Lösungsvorschläge. Auch in den genannten Anträgen findet sich wenig konkretes.

16.1

ja

16.2

Wenn sie PARTEI an der Macht sein wird, wird es jährlich einen Tag geben. an dem symbolisch Kohl mit Eiern und Tomaten beworfen wird, dazu werden nur regionale Erzeugnisse verwendet.

Keine konkreten Lösungsvorschläge.

16.1

ja

16.2

Keine konkreten Lösungsvorschläge.

16.1

ja

16.2

Auflage von Förderprogrammen im Rahmen der ELER- Verordnung (Entwicklung des ländlichen Raumes), Festlegung von Ausschreibungsrichtlinien zur regionalen und nachhaltigen Versorgung für öffentliche Einrichtungen, Bildungseinrichtungen etc. Ergänzung der Mittel des ELER durch Mittel aus dem Wirtschaftsresort, ausserdem Ergänzung durch Umwidmung von Mitteln aus dem Verkehrsresort zur Schaffung regionaler Versorgungsstrukturen um zukünftig Verkehr zu vermeiden.

16.1

ja

16.2

Auch in Sachsen-Anhalt gibt es bereits Direktvermarktung und privat nutzen wir diese bereits. Allerdings ist es richtig, dass diese dringend weiter ausgebaut werden müssen. Gerade für junge Menschen, die im herkömmlichen Arbeitsmarkt für sich keine Zukunft sehen, sollte es begleitete Maßnahmen zur Gründung von entsprechenden Betrieben geben. Hierzu ist eine Zusammenarbeit mit entsprechenden Investitionsvermittlungen möglich, die sich auf gemeinwohlökomische Projekte speziallisiert haben.

Die Antwort enthält wenig konkrete Lösungsvorschläge.

16.1

ja

16.2

keine Aussage (ZITAT)

Keine konkreten Lösungsvorschläge.

16.1

ja

16.2

Keine konkreten Lösungsvorschläge.