Agrarsozialwahl

Mit der Sozialwahl 2017 findet erstmals in der Landwirtschaft eine bundesweite Wahl statt. Im zukünftigen „Parlament“ der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) werden drei Gruppen mit je 20 Personen vertreten sein: die Selbständigen ohne fremde Arbeitskräfte („SofA“) als weitaus größte Gruppe, die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer. Für die ersten beiden Gruppen haben Bäuerinnen und Bauern, Waldbesitzer und Imker jetzt jeweils eine Freie Liste aufgestellt. Damit diese beiden Freien Listen zur Wahl zugelassen werden, brauchen sie jeweils über 1.000 UnterstützerInnen-Unterschriften von Wahlberechtigten aus der jeweiligen Gruppe. Alle Versicherten sind aufgerufen, ihr Wahlrecht zu nutzen. Denn es gibt viel zu tun:

MEHR BEITRAGSGERECHTIGKEIT:

Die Vertreterversammlung legt die Beitragshöhe der Unfall- und Krankenversicherung fest. Diese muss wesentlich gerechter werden – vom Grundbeitrag bis zur Beitragsstaffel. Und wer beitragspflichtig ist, muss auch leistungsberechtigt sein.

MEHR TRANSPARENZ:

Wie kommen die Beschlüsse über unsere Beitragshöhen, über Leistungen und Struktur der SVLFG zustande? Darüber muss mehr und frühzeitig informiert werden.

MEHR GENERATIONENGERECHTIGKEIT:

Die landwirtschaftliche Rente ist zum Leben schon zu wenig. Wer das Rentenalter aber erreicht und jahrelang eingezahlt hat, muss die Rente auch bekommen – ohne Hofabgabepflicht.

MEHR UNABHÄNGIGKEIT:

Die SVLFG hat die Sozialberatung z.T. an Bauernverbände übertragen. Viele sehen dadurch eine unabhängige Beratung gefährdet.

 

Um es allen Unterzeichnungsberechtigen noch leichter zu machen, herauszufinden auf welcher der beiden Listen zu Agrarsozialwahl mensch unterzeichnen sollte, haben die OrganisatorInnen einen neuen „grafischen Wegweiser“ entwickelt. Dieser macht in wenigen Schritten klar wo mensch Unterzeichnen muss.

Mehr Infos findet ihr unter: agrarsozialwahl.de/ und auf Facebook.

 

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